Erstes Zwischenseminar

Letzten Mittwoch bekamen wir in unseren Projekten hohen Besuch. Nachdem eine Delegation des ASC Göttingen von 1846 e.V., die neben Mitgliedern des ASC auch aus Verantwortlichen des DOSB bestand, sich die Projekte in Windhoek und Rehoboth angesehen hatte, waren wir an der Reihe. Unsere Schulkinder waren alle ganz aufgereget, weil „The Germans“ kommen und haben mir alle ganz süß versprochen, dass sie sich ganz besonders gut benehmen werden. Nachmittags wollten wir eigentlich unser Leichtathletikprojekt vorstellen, was sich aber zeitlich leider nicht ausgegangen ist. Es war zwar schade, aber es ist schon toll, dass sich die Verantwortlichen die Zeit genommen haben, sich die Projekte anzusehen und so z.B. auch der ASC-Vorsitzende einen genauen Einblick bekam! Am Donnerstag kamen dann alle Freiwilligen des ASC die ihren Freiwilligendienst in Namibia leisten zu uns nach Swakopmund. Mit 15 Leuten war die Bude voll und die Freude, das erste Mal seit der Ankunft der zweiten Gruppe vollständig zu sein, groß. Freitagmorgen begann unser Seminar mit den Beschreibungen unserer Einsatzstellen. Das war echt interessant, denn auch wenn man natürlich mit einigen Leuten in Kontakt steht, so weiß man doch nicht immer detailliert über ihre Arbeit Bescheid. Außerdem war auch der Austausch über verschiedene Herangehensweisen an bestimmte Herausforderungen und Unterrichtsmethoden hilfreich.

Abends ging es dann für uns alle an den Langstrand, welcher sich zwischen Walvis Bay und Swakop befindet, um Max‘ (Ullas Sohn) und Christianes Geburtstag zu feiern. Neben dem obligatorischen Braai haben wir Beach-Volleyball und einen Mix aus Cricket und Brennball gespielt und einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten dürfen.

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Am nächsten Morgen beschrieben diejenigen, deren Einsatzstellen vom DOSB gefördert werden, noch ihre Projekte. Des weiteren besprachen wir unsere kurz- und langfristigen Ziele (dazu hatte ich hier schon etwas geschrieben), inwieweit unsere Erwartungen mit der Realität übereinstimmen und unsere Gruppendynamik. Ich muss sagen, dass ich mich beim ASC wirklich gut aufgehoben fühle und falls das hier jemand liest, der mit dem Gedanken spielt, sich zu dort bewerben, ich kann es euch nur empfehlen!

Die meisten fuhren am Sonntagmorgen wieder heim und ich verbrachte meinen ersten richtigen Strand(nachmit)tag! Endlich wird es hier wärmer und ich komme richtig in Sommerstimmung! Umso komischer ist es, dass überall Weihnachtsmusik läuft und die Verkäuferinnen im Shoprite die Kunden mit Nikolausmützen auf dem Kopf begrüßen..

Als Tamara und ich am Montag vom Kickboxen zurückfuhren, konnte ich erst meinen Augen nicht trauen: Riesige Blitze zerrissen den Himmel und dabei war kaum eine Wolke zu sehen! Das Naturschauspiel sah beeindruckend aus, auch wenn uns unsere Position auf einem weiten Feld ohne Erhebung nicht so ganz geheuer war.. Als ich dann zu Hause ankam, hat es tatsächlich zu regnen angefangen! Ich hab mich gefreut wie ein Schneekönig, denn hier hat es seit meiner Ankunft nicht geregnet. (Ein Swakopmunder würde mir jetzt widersprechen, aber drei Tropfen feuchter Morgennebel sind kein Regen). Es hat richtig geprasselt und am nächsten Tag hatten wir einen hellblauen, wolkenlosen Himmel und 24 Grad, ein Traum!

Diese Woche haben wir die letzten Sportstunden gegeben. Ein bisschen traurig bin ich schon, dass wir die 7.Stufe nun gar nicht mehr sehen werden und die anderen Stufen erst wieder im Januar. Vor allem die jüngeren Kinder haben sich mit noch einem Hug und noch einem High-Five und ganz vielen „I will miss you“s und „I love you“s verabschiedet. Es war wirklich schön und in solchen Momenten vergesse ich auch gerne, dass sie sich manchmal gegenseitig die Köpfe einschlagen..

Heute war auch die letzte Deutschstunde. Obwohl wir uns bisher erst dreimal getroffen haben, bleiben schon die ersten Worte und Sätze hängen, ich bin stark beeindruckt!

Nächste Woche geben wir dann noch ganz normal Leichtathletik und auch die AG an der Schule werden wir noch stattfinden lassen. Ab Dezember sind dann offiziell Ferien. Da wir aber noch keinen Urlaub haben, werden wir uns mit der Spielplatzreparatur, einem Fußballcamp am Dome und eventuell auch einigen Fun Days beschäftigen. Leider sind in den Sommerferien viele Kinder im Urlaub oder besuchen ihre Familien im Norden, weswegen sich die Planung als schwierig erweist. Aber wir kriegen das schon hin!

Euch allen einen schönen Start in den Advent! (Unglaublich, wie die Zeit vergeht!)