Nakayale Private Academy

Jetzt, wo sich mein Jahr so langsam dem Ende zuneigt, bin ich eifrig dabei meine to-do-Liste im Kopf noch abzuarbeiten. Ein ganz großer Punkt war der Besuch von Philina in ihrem „neuen“ Projekt. Seit Januar arbeitet sie an der Nakayale Private Academy, einem Internat, an dem zur Zeit Kinder der Grades 0-3 leben und lernen. Den Kindern wird der Aufenthalt inklusive Schuluniform und Essen gespendet.

P1050863Am Freitagmittag brach ich auf und kam nur knapp 19 Stunden später an der Schule an. Die Schule liegt nahe Ruacana, nicht weit von der angolanischen Grenze entfernt und da die Shuttles nur über Windhoek oder Otjiwarongo fahren, war ich ein Weilchen unterwegs. Die Fahrt hat sich aber eindeutig ausgezahlt! Ich war stark beeindruckt von dem guten Benehmen der Kinder. An der Nakayale werden die Kinder weder geschlagen noch angeschrien und das merkt man auch dem Verhalten der Kinder untereinander an. Ich war ganz erstaunt, weil ich keinen einzigen Streit schlichten musste und niemand geweint hat.. Trotzdem sind die Kinder keineswegs verwöhnt, hören auf die Lehrer und helfen sich untereinander.

Philina und ich hatten einen Sporttag für die Kinder geplant, der richtig gut ankam! Morgens gab es Sportspiele und für nachmittags hatten wir uns einen Wettkampf mit vielen lustigen Spielen wie Pyramiden bauen, Hindernisstaffel, Tauziehen und vielem mehr ausgedacht. Die Kinder wurden zuallererst in Gruppen eingeteilt, in denen sie die Aufgaben bewältigten und mussten sich einen Teamnamen überlegen, bevor es losging. Großes Gelächter gab es, als beim letztem Spiel, Tauziehen, das Tau zerriss und die Kids auf den Boden plumpsten. Zum Glück gab es noch ein dickeres Seil. Abends haben wir dann Urkunden und selbstgebastelte Medaillen (Bonbons an einer Schnur) verteilt, über die sich die Kinder sehr gefreut haben. Danach wurde noch getanzt. Jerres, diese Kinder können tanzen! Da können wir einfach nicht mithalten..

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Abends waren wir noch kurz in Etunda, dem Dorf, in dem die Schule liegt. Es ist wirklich winzig! Von einem Bruder zweier Schüler haben wir dann noch eine Zuckerstange erworben, wie sie im Norden viele Menschen kauen. Sie schmeckte wie zu erwarten sehr süß, nach Zucker halt, nur die Fasern im Mund waren etwas unangenehm.

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Sonntagmorgens haben wir noch mit den Kindern im Sand gespielt und ich habe mit ihnen ein paar Abklatschspiele gespielt, bevor ich mich auch schon wieder auf den Rückweg machen musste. Montagmorgens um 3 kam ich dann wieder in Swakop an und habe beim ins Bett kuscheln direkt das schön warme Wetter aus dem Norden vermisst.

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