Last days

Wieder liegt eine ereignisreiche Woche hinter mir! Am Samstag stand ich früh auf- und dann doch nicht früh genug. Entgegen der üblichen Verspätung begann das Victory Race, an dem viele unserer Schulkinder mitrannten, pünktlich und so konnte ich am Stadion direkt hinter den Kids herrennen. So bahnte ich mir meinen Weg durch das Läuferfeld und bekam schon unzählige Glückwünsche zugerufen. Da der Wendepunkt nicht richitg ausgeschildert war, rannte ich zusammen mit Susan (früher beim Leichtathletik und jetzt eine meiner Fußballerinnen) etwa 8km. Läuft bei uns!

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Müde nach dem Rennen

Swakopmund beschenkte mich mit strahlendem Geburtstagswetter. Hier ist ja eigentlich gerade Winter und so staunten wir alle nicht schlecht, als die Temperaturen am Wochenende auf über 30°C stiegen, weil Ostwind die Wärme aus dem Inland mitbrachte. Nachdem ich geduscht und in ein Kleidchen gehüpft war, lief ich zum Fußballspiel meiner Mannschaft. Im Schlepptau hatte ich eine riesige Tasche mit Trikots, Shorts und Stutzen, die mir eine ganz liebe Spenderin aus Deutschland gespendet hatte. Die Freude war natürlich groß und sogar die Stutzen wurden bei der Hitze angezogen, denn auch wenn sie „das Blut abschnüren, so sehen sie doch ziemlich gut aus“(Zitat Naligade). Anscheinend brachten die Trikots Glück, denn nachdem der Kavetu FC uns die letzten Male immer geschlagen hatte, standen wir diesmal nach einem spannenden Spiel mit dem Endergebnis 4:3 als Sieger da!P1060510

 

 

Abends war ich mit ein paar anderen Freiwilligen bei einem Konzert des Mascato Youth Choirs, was wirklich beeindruckend war und telefonierte mit einer Freundin. Ein rundum gelungener Geburtstag!

Sonntags kamen Sophie und Hanna vorbei und wir feierten noch ein bisschen nach (sprich, wir haben viel gegessen 😉 ) und abends war Laras Geburtstagsbraai.

Montags erhielten einige meiner Deutsch-Schüler bei der Assembly Zertifikate. Zum Abschluss hatte ich einen Test schreiben lassen und war positiv überrascht, wie viel hängen geblieben ist und wie viele Kinder letztendlich so gut waren, dass ich ihnen ein Zertifikat ausstellen konnte. Einige Kinder waren leider am Tag des Testes nicht da, daher sind nicht alle auf dem Foto zu sehen. Bei meiner letzten Stunde am Freitag habe ich noch alle offenen Fragen beantwortet und es war eine richtig unterhaltsame Stunde mit Gesprächen über Kriminalitätsraten, das deutsche Regierungssystem, der deutschen Geschichte, Bevölkerungsdichte und vielem mehr (auf Englisch 😉 ), die ich mit „Laugengebäck“ von Jan Böhmermann und Laugenbrezeln für die Kinder beendete.

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Außerdem konnte ich endlich den geplanten Flashmob mit meinen 4. Klassen machen. Eigentlich hatte ich ihn für Freitag angesetzt, aber es war für mich vorträglich ein Kuchen gebacken worden und die Lehrer sangen für mich, sodass ich das Tanzen kurzerhand verschob. Es war das totale Chaos, weil alle in der ersten Reihe stehen mussten, jeder versucht hat, mitzutanzen, ob er die Choreo kannte oder nicht und niemand an seinem Platz geblieben ist und gerade deswegen echt witzig 🙂

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Da aufgrund der nahenden Examen kein Fußball mehr ist, habe ich Montag Hanna im MYO (Mondesa Youth Oppotunities) besucht, einer Nachmittagsschule für gute Schüler. Ich finde es immer interessant, zu sehen, was die anderen so arbeiten. Danach ging es mit Jens zur Dune 7, die nahe Walvis Bay und somit supernah an uns liegt, zu der ich es aber trotzdem fast ein Jahr lang nicht geschafft habe. Ihr ahnt es schon, jetzt ist ein weiterer Punkt auf meiner to-do-Liste mit einem Haken versehen und ich kann stolz mitteilen, dass selbige nun fast abgearbeitet ist! Der Auflug hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Aussicht und der Sonnenuntergang waren famos. Außerdem war ich Montags noch mit Hanna und Sophie im Secret Garden Bistro essen, das kann ich nur empfehlen!

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Ansonsten gab es diese Woche viel zu viele letzte Male, stapelweise Abschiedsbriefe und Abschiedsschmerztränen (ich gebs zu, auch von mir). Ich kann und will mir noch nicht vorstellen, „meine“ Kinder nicht mehr wiederzusehen und versuche gerade, diese Gedanken ganz weit weg zu schieben und mich mehr auf zu Hause zu freuen, was mal mehr und mal weniger klappt.

Liebe Grüße an alle, die nächsten Zeilen schreibe ich dann in Deutschland…